14. December 2017

Scheitern als Vergnügen


Scheitern als Vergnügen

Umgang mit Trauer und Verlust

Humor schafft Vertrauen und Leichtigkeit. Er fördert Toleranz und ebnet Differenzen, ohne diese beiseite zu schieben oder gering zu schätzen. Im Gegenteil sogar, der Humor baut Brücken zwischen Perspektiven die weit auseinander klaffen. Er umarmt das Paradoxe im Leben, und zeigt uns, dass es ganz normal ist zu Scheitern (ja sogar zu sterben) und da heraus Hoffnung zu schöpfen. Drum gilt auch der Humor als Schmiede der Verzeihung, der Wertschätzung und Selbstachtung und ist darum ein wichtiger Baustein für soziale Kompetenzen.

Die Lehre des Clowns setzt dort an, wo das Scheitern Spaß machen darf..., dort wo Differenzen Neugier und Engagement beflügeln. Diese Haltung schafft Verständnis für einander, entlädt Spannung, deckt neue  Handlungsrahmen auf und verzeiht die Schwächen und Grenzüberschreitungen die und manchmal von Einander entfremdet.

In unserer Arbeit werden wir an Tools feilen, die uns in der pflegerischen Arbeit mit demenziell veränderten, und auch sterbenden Menschen helfen.

Beispielsweise:

  1. Das Wertschätzen Anderer üben
  2. Re-Framing als Übung im Perspektivenwechsel
  3. Unerwartetes Tun, um den eigenen Handlungsrahmen zu erweitern
  4. Kognitive, emotionale und intuitive Fähigkeiten schulen
  5. Spielen mit Tabus, Grenzüberschreitungen und Umgang mit Verweigerung
  6. Trauer, Abschied und Verlust – Scheitern als würdigen Abschluss mit passenden Ritualen feiern


Mit anderen Worten – Humor ist wenn man trotzdem stirbt. Diese Arbeit richtet sich an alle, die in pflegenden und helfenden Berufen arbeiten. Es gilt als bewiesen, dass Lachen und Humor den Arbeitsprozess fördern und den Umgang miteinander erleichtern. Gerade dort, wo das Wohlbefinden Anderer im Mittelpunkt steht, kann man davon ausgehen, dass auch das eigene Wohlbefinden der Pflegenden als Kraftquelle gilt. Humor in der Pflege eignet sich daher für: Pfleger, Arztpraxen und psychosoziale Dienste.

Hinweis: Dieses Seminar wird mit zwei unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen angeboten:

  1. „Scheitern als Vergnügen“ zielt etwas stärker auf den Umgang mit Herausforderungen im Pflege- und Beratungsalltag, u. a. bei Demenz
  2. „Umgang mit Trauer und Verlust“ eher auf den Umgang mit Sterben. Es geht jedoch um Vermittlung der gleichen Kompetenzen.


Der Dozent ist Clown, Trainer und Regisseur und Mitgründer von Rote Nasen e.V. Clowns im Krankenhaus.
 

Dauer: 
16 UE
Zielgruppe: 
Menschen, die im ärztlichen, pflegerischen oder psychosozialen Bereich arbeiten
Teilnehmerzahl: 
7-14
Interessenten: 
2

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