18. October 2017

Pflege andersrum


Pflege andersrum

Haben Schwule und Lesben andere Bedürfnisse in Pflegesituationen?

Die rebellischeren Jahrgänge werden älter – und beginnen, ihre Wünsche und Bedürfnisse, für die Zeit ihres Alters zu formulieren. Und im Gesundheitswesen wächst die Offenheit dafür, dass Lebensformen und Selbstverständnis der Menschen auch im Alter vielfältig bleiben und Pflege nur erfolgreich sein kann, wenn sie dieser Vielfalt Rechnung trägt. So hat auch der Landespflegeausschuss des Landes Berlin im Februar 2011 beschlossen, die Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ zu unterstützen.

Die schwullesbische Bevölkerung macht in Großstädten bis zu 10% der Bevölkerung aus. Dennoch gibt es bislang kaum Studien oder Modelle, wie zentralen Bedürfnissen pflegerisch rechnung getragen werden kann: Auch im Alter respektiert und angenommen sein, ohne sich verbiegen oder verstecken zu müssen.

In diesem Seminar werden Grundzüge einer lebensweltorientierten Pflege erarbeitet. Themen sind u. a.: Unterschiede im Umgang mit Sexualität, Sexualität und Biographie, die Situation gleichgeschlechtlich lebender Menschen.

Offene Diskussionen, in denen sich jeder Teilnehmer mit seinen bisherigen Erfahrungen einbringen  kann sind erwünscht. Ziel ist es, gemeinsam miteinander zu erarbeiten, wie eine schwul- lesbische Pflege für alle Beteiligten gelebt und umgesetzt werden kann.
 

Dauer: 
4 UE
Zielgruppe: 
alle Interessierten
Teilnehmerzahl: 
6-16

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