14. December 2017

"Er hat ja sonst nichts mehr, was ihm Freude macht"


"Er hat ja sonst nichts mehr, was ihm Freude macht"

Abhängigkeit und Sucht im Alter

Ein Drittel aller Alkoholsüchtigen sind Spätabhängige. Ihre Sucht beginnt erst nach dem 65. Lebensjahr, das heißt nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben. Dabei vertragen ältere Menschen weniger Alkohol, weil die Leber ihre Fähigkeit verliert, giftige Substanzen abzubauen. Gleichzeitig benötigen ältere Menschen wesentlich mehr Medikamente. Die Kombination von Alkohol und Medikamenten führt im Alter häufig zu schädlichen Nebenwirkungen und zu erheblich mehr Arzneimittelvergiftungen.

Alter bringt neben der Pensionierung viele weitere Veränderungen – negative und positive. Aber auch belastende Krisen können durch Krankheit, Einsamkeit, den Tod nahe stehender Menschen, Schmerzen und die Erfahrung nachlassender Leistungsfähigkeit entstehen. Alkohol ist aber auch für ältere Menschen keine Lösung. Sie brauchen eine angemessene Behandlung ihrer Sucht.

In diesem Seminar soll beleuchtet werden, auf welchen Wegen ältere Menschen in die Alkoholsucht gelangen. Es wird ein Einblick in psychologische und pflegerische Grundlagen gegeben und es werden Möglichkeiten des Umgangs mit alkoholabhängigen Pflegebedürftigen erarbeitet.

Dauer: 
8 UE
Zielgruppe: 
Pflegende
Teilnehmerzahl: 
6-18

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